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Ludwig Brubach an seinen Freund Wilhelm Kindelberger und Familie in Rumbach
Malinta , 10.Feb.1931
Lieber Wilhelm, Mina und alle,
liebe Mina, weil ich euch schon so lange nicht mehr geschrieben habe so dachte ich doch auch einmal wieder an euch zu schreiben, nämlich das
wir die Lina, Luise und ich noch gesund sind, was wir auch von euch hoffen. Wie geht es denn bei euch alle bei dieser Zeit, (immer noch auf zwei Beinen wie eine Geiß) bei uns geht es auch so, wir wohnen jetzt in der
Stadt, zuerst wollte es mir aber nicht gefallen weil ich gewohnt war immer zu arbeiten und in der Stadt ist nicht soviel zu thun, aber jetzt gebe ich auch nicht mehr so viel drum um immer zu arbeiten, denn ich bin
wie ..........hier sagt auch kein spring...... mehr , bin auch schon 64 Jahre alt und immer gesund, liebe Mina es ist schon 24 Jahre das meine liebe Karli gestorben ist, aber vergessen habe ich sie noch nicht, am
Tag denke ich an sie und nachts sehe ich sie im Traum. Dann wenn ich aufwache ist sie wieder fort, dann gehen mir als die augen über, aber verz..... darf man doch nicht. Denn was der liebe Gott thut das ist
wohlgetan.
Ach liebe Mina wenn ich zurück denke and die Zeit wo wir als alle beisammen waren, du meine liebe Karli, Stöhre Mina, Löschers Maria, wie
Ihr als so schön gesungen habt das Lied wo es heist, Schön sind die Jugentjahre, schön ist die Jugent Sie kommt nicht mehr!
Ach Liebe Mina, jetzt bin ich ganz allein, die Lina ist jetzt auch verheiratet, kommt aber immer noch heim. Sie wohnen nicht weit von hier,
die Luise und Ihre Familie wohnen auch hier in der Stadt, Habt Ihr vielleicht schon gehört , daß mein Vater gestorben ist es war im Jahr 1923. Meine älteste schwester Karli starb letztes Jahr!
Meine Schwester ... blieb bei uns bis die Lina und Luise groß genug waren daß sie die thun konnten und sie war so guht zu ihnen, gerahte wie
eine Mutter, und zu mir auch so hatte ich ja keine Ursache für wieder zu heiraten, ich hätte ja die Gelegenheit gehabt, aber auch es ist vielleicht besser so denn mit der zweiten Frau gibt es immer mehr oder weniger
Schwierigkeit das habe ich schon gesehen hier und doch bin ich nicht gewohnt.
Letzten Sommer war es hier sehr trocken und doch war alles sehr gut und genug, bloß Heu nicht viel. Aber was der Farmer zum verkaufen hat
ist billig und was er kaufen muß ist teuer. Es sind überhaupt schlegte Zeiten schon für ein ganzes Jahr mit dem kaufen und verkaufen. Das .... wo sich der Farmer drauf verläßt ist Welschkorn, das ist bloß 86 Cent
per 100 Pfund. Wo es als schon 17.50 Cent 2 T. und noch mehr ..... Hafer per Buschel 32 Cent war schon (60-70 Cent) uns so ist es mit allem, wir haben ein großes Hauß mit elektrisch Licht die Lina hat ein elektrisch
Biegeleisen wenn sie biegeln will braucht sie bloß den Traht vom Eißen in die Wand zu stecken dann wird es warm, oder heiß wenn sie es heiß haben. Wir hatten ....... schönen Winter wo nicht so sehr kalt und auch
noch nicht viel Schnee. Jetzt will ich schließen und euch viel tausend mal grüßen euch liebender Lui, Lina und Luise .
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