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Herkunft

"Flückiger - Chronik"
von Gertrud Flückiger (Historikerin) ,
1994, SFr 90.-
Bezugsquelle:
F+H Flückiger Bannholz
CH-3416 Affoltern
Tel. 0041 34 435 16 11

Auszug aus der Flückiger-Chronik:
" Sie (die Alemannen) waren eher eine Interessen- und Schicksalsgemeinschaft als eine ethnische Einheit. Gerade das Fehlen eines gemeinsamen Ahnenerbes hat ihnen wohl viele Möglichkeiten offengehalten und könnte mithelfen zu erklären, wieso sie sich trotz des Fehlens eines zentralen politischen Willens bis zum heutigen Tag, wo sie sich einmal angesiedelt hatten, in ihrer Eigenart behaupten konnten: nicht zum mindesten auch in ihrer Sprache,die nie romanisch durchsetzt und umgewandelt wurde wie die anderer völkerwanderungszeitlicher Stämme. Es ist fast, als hätte ihnen die grössere Auswahl in ihrem Genenschatz eine grössere Widerstandsfähigkeit verliehen, eine grössere Fähigkeit zur Beharrung und Anpassung unter den verschiedenen Lebensbedingungen "
m Jahre 260 wurde das Bodenseegebiet erstmals alemannisches Grenzland. Von da aus zogen Sie kriegerisch plündernd durch die jetzige Schweiz um nach Italien zu gelangen, Sie wurden jedoch im Tessin aufgehalten und mussten sich zurückziehen. Ende des 6. Jahrhunderts begannen Sie die Schweiz, auf der Suche nach bebaubarem Land, zu besiedeln. Eine Sippe mit einem Sippenoberhaupt genannt Flucko lies sich in der Gegend von Rohrbachgraben nieder. Es muss hier erwähnt werden, dass die Siedlungen, Weiler und Höfe, welche die Alemannen gründeten, immer mit den Endungen -ingen benannt wurden. Aus diesem Grund wurde auch der Ort in Abwandlung des Sippenoberhauptes Flucko Flückingen genannt, die Sippenangehörigen trugen den Namen von Flückingen und die Weggezogenen behielten den Sippennamen. Aus diesem Namen ist dann später der Name Flückiger/Flükiger entstanden. Heute leben im Weiler Flückigen bei Rohrbach immer noch 2 Landwirte mit dem Namen Flückiger.(Heute gibt es an die 4000 Telephonnummern auf die Namen Flückiger oder Flükiger in der Schweiz)
Damit ist klar, dass die Flückiger Alemannen sind und dass der Ursprungsort Flückigen ist.
Die Flückiger Sippe vergrösserte sich und bald mussten neue Gebiete zur Ernährung urbar gemacht werden. Nun findet man in der nähren und weiteren Umgebung Höfe und Weiler, die mit dem Namen Flückiger eine Verwandtschaft haben z. B. Flückrain, Flückmatt, Flückweidli, Fluck, Flüeggen,Unter Fluck etc. 1657 liess sich der erste Flückiger, von Lützelflüh [Anmerkung: Herkunft der Friedli] kommend, in Rüegsau nieder. Dieser Michel Flückiger gilt also als der Stammvater der Flückiger aus der Gemeinde Rüegsau.

1653 erhoben sich die Bauern gegen die Herrschaft der Berner Patrizier, welche mit den verlangten hohen Abgaben (Steuern) die Bauern erzürnten. Unter der Führung von Emanuel Segisser, Bernhart Herzog, Christian Blaser und Uli Flückinger (ein reicher Bauer aus Flückingen)stellte sich eine schlecht bewaffnete Bauerneinheit einem Heer des Generals S. von Erlach bei Herzogenbuchsee. Die Bauern wurden geschlagen und die Bauernführer wurden hingerichtet. Die Berner Herren rächten sich auf schreckliche Art an der Landbevölkerung. Damit wurden die Bauern bis Mitte des 19. Jahrhundert in die Abhängigkeit der Patrizier von Bern gedrängt. Auf dem Lande entstand eine grosse Armut. Die Landbevölkerung konnte sich erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhundert langsam erholen ......
 

Auf dieses interessante Buch über die Herkunft des Names Flückiger/Flickinger machte uns dankenderweise Herr Rudolf Flückiger aus Vessy/GE, Schweiz  rud.fluekiger @ bluewin.ch aufmerksam